No. 12.

Verhandelt zu Imgenbruch in der Wohnung des Wirten Hauseur am 5. März 1882.
I.
Besprechung über die Einsaat von Klee und Grassamen und die Vorteile derselben.
Eine Mischsaat von Klee und Gras hat vor der reinen Kleesaat den Vorteil, daß sie weniger leicht auswintert, einen frühern und reichern Ertrag gibt und ein Futter bietet, das sich leichter trocknen läßt und nicht die dem Klee eigene Eigenschaft des Ausblühens besitzt. Gewöhnlich mischt man mehrere Grasarten bei als Timothen, Raigras & c.(für etc. ?).
II. Anlage neuer Wiesen.
Man findet noch gar häufig, daß die Ländereien, welche als Weiden Wiesen dienen sollen, nachdem die Frucht geerntet ist, gar nicht besäet werden, sonder der Natur überlassen bleiben. Eine solche Behandlung bringt dem Besitzer die größten Nachteile.
Das zur Weide resp. Wiese in Aussicht genommene Land muß mit Samen entsprechender Art besäet werden. In je dungkräftigerem Zustande sich der Acker zur Zeit befindet, wo (??) er als Wiese niedergelegt wird, desto ergiebiger wird dieselbe sein.
Mit Klee oder Getreidesaat wird dann der Grassamen eingebracht, aber so, daß erst der Samen der Deckfrucht ausgesät und eingeeggt, und dann erst der leichtere Grassamen übergesäet, leicht eingeeggt und überwalzt oder auch nur überwalzt wird. Ob die Deckfrucht eine Winter oder Sommerfrucht ist, steht sich für die Grassaat gleich.
III. Verkauf des Restholzes von dem für die Walze angekauften Baumes.
Die nächste Versammlung findet Sonntag d. 2.Apr. in der Wohnung der Geschw. Weishaupt statt.

a.   u.   s.

der Sekr.                      der Präses
Ferber                          Kloeters